US-Medien berichteten, dass es sich um zwei Geschwister im Alter von 15 und 17 Jahren sowie eine 16-Jährige aus einer weiteren Familie handle. Die 16-Jährige habe sudanesische Wurzeln, und die beiden Schwestern stammten aus einer somalischen Familie, berichtete die "Denver Post."
Eltern alarmierten Polizei
Zwei von ihnen hatten den Berichten zufolge vorgetäuscht, krank zu sein, seien nicht zur Schule gegangen und hätten dann 2000 Dollar von ihren Eltern genommen und sich abgesetzt. Diese alarmierten am Freitag die Polizei, als sie merkten, dass Geld und Pässe fehlten.
Ein Sprecher der somalischen Familie sagte, die Mädchen hätten ihre Tickets vermutlich selbst gekauft. Auf Spekulationen, dass sie über die Türkei nach Syrien reisen wollten, um sich der Terrororganisation IS anzuschliessen, wollte er nicht eingehen.
Die IS kriegt Zuwachs
Eine der Schwestern gab einem Bericht der "Voice of America" zufolge in Deutschland an, sie wolle in der Türkei studieren. Die deutschen Behörden hatten sie am Wochenende in Frankfurt aufgehalten, am Montag kehrten sie zu ihren Familien in Denver zurück, berichtete die "Denver Post". Ob die drei Mädchen beim IS eine Kontaktperson haben, blieb zunächst unklar.
Der britischen Polizei zufolge machen sich jede Woche durchschnittlich fünf Briten auf den Weg nach Syrien oder in den Irak, um sich dort dem IS anzuschliessen.
Die neuen Anhänger der IS sollen weltweit gestoppt werden. (Symbolbild) /


Fünf Rekruten pro Woche mögen gering erscheinen, auf das Jahr gerechnet sei das aber durchaus eine erhebliche Zahl, erklärte Polizeichef Bernard Hogan-Howe am Dienstag. Ausserdem könne die tatsächliche Zahl noch deutlich höher sein, da viele womöglich über ein anderes Land Syrien und den Irak bereisten.
Versuchter Völkermord
Das Vorgehen des IS gegen die irakische Volksgruppe der Jesiden könnte nach Einschätzung der Vereinten Nationen als versuchter Völkermord gewertet werden. Dafür sprächen einige Fakten, sagte der für Menschenrechte zuständige UNO-Diplomat Ivan Simonovic am Dienstag in New York nach einer Reise in das Land.
Die Islamisten wollten die religiöse Gruppe vernichten: Die Jesiden müssten entweder zum Islam übertreten oder würden getötet, sagte Simonovic. Der IS betrachtet die Jesiden als Teufelsanbeter. Tausende Angehörige der Minderheit sind erschossen, lebendig begraben oder als Sklavinnen verkauft worden.
US-Präsident Barack Obama hatte im August Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak angeordnet, um nach seinen Aussagen einen bevorstehenden Völkermord zu verhindern. Seit dieser Woche sind erneut Tausende Jesiden in Bedrängnis, weil der IS in der Nähe des Höhenzuges Sindschar im Nordirak gegen sie vorrückt. Die Minderheit bat deswegen die USA erneut um Hilfe.