Die vergangenen Monate waren nicht sehr erfreulich für
Elon Musk: In seiner Ägide hat die Plattform X Gewinne, Einfluss und vor allem Vertrauenswürdigkeit eingebüsst.
Auch den staatlichen Institutionen und Unternehmen, die X für ihre Kommunikation nutzen, ist das aufgefallen. Immer mehr von ihnen sind auf der Suche nach Alternativen, einige haben die Plattform bereits verlassen, berichtet der
SRF.
So auch der Kanton Zürich, der Ende November vorgeschlagen hatte, dass alle Ämter des Kantons ihre Accounts auf X deaktivieren sollen. Einzige Ausnahmen: Der Account der
Kantonspolizei und des
Kantons selbst. Das gesamte Umfeld auf X sei für staatliche Stellen nicht mehr akzeptabel.
Der stellvertretende Regierungssprecher Daniel Eberhard, erklärte im SRF: «Im Kontext von Hassrede oder Fake News stimmt das ganze Umfeld für uns nicht mehr».
Sieben von ursprünglich 26 Accounts des Kantons Zürich haben im Jahr 2023 ihre Aktivität eingestellt. /


Es fühle sich falsch an, etwas auf X zu posten, wenn der Beitrag darüber eindeutig Fake News enthalte.
Zusätzlich sei der Umgangston schärfer geworden. Sieben von ursprünglich 26 Accounts des Kantons Zürich haben im Jahr 2023 ihre Aktivität eingestellt. Aus denselben Gründen hat auch der Kanton Appenzell Innerrhoden seinen X-Account deaktiviert und
kommuniziert nun über Instagram.
Ende November hat auch
Graubünden Tourismus beschlossen, sich von der Plattform zu verabschieden, da man die Zielgruppe besser auf Instagram,
Tiktok oder Linkedin erreichen könne. Sogar grosse Unternehmen wie Nestlé oder Lindt und Sprüngli nutzen X schon seit längerem nicht mehr.
Trotzdem gibt es immer noch keine wirklich geeignete Alternative für den Kurznachrichtendienst. Denn die breite Bevölkerung ist auf alternativen Diensten wie Bluesky, Mastodon oder Threads noch nicht vertreten.