Gross unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2011 und wird die Mannschaft bereits am Mittwoch im entscheidenden Champions-League-Spiel gegen Urziceni betreuen. In der Bundesliga liegt Stuttgart mit 12 Punkten aus 15 Spielen auf Platz 16.
Mit der Entlassung Babbels reagierte der VfB-Vorstand auf die schwache Vorstellung der Mannschaft am Samstag gegen den VfL Bochum (1:1), als die Schwaben zum achten Mal in Folge in der Bundesliga ohne Sieg blieben. Vor und nach der Partie war es um das Stadion zu tumultartigen Szenen gekommen.
Aufgebrachte Fans hatten Mannschaft, Trainer und Vorstand beschimpft. Noch zu Beginn der Woche hatten die VfB-Verantwortlichen betont, dass Babbel zumindest bis Weihnachten im Amt bleiben werde.
Christian Gross strahlt bei der Pressekonferenz. /

Nach Basel folgt der VfB Stuttgart: Christian Gross. /


Babbel hatte vor einem Jahr Armin Veh abgelöst und die Stuttgarter in die Champions League geführt.
Wieder ein Schweizer Coach in Deutschland
Gross ist nach Rolf Fringer (Stuttgart), Martin Andermatt (Ulm), Marcel Koller (Köln, Bochum), Hanspeter Latour (Köln) und Lucien Favre (Hertha Berlin) der sechste Schweizer Trainer in der Bundesliga.
Der Zürcher, der im Sommer nach zehnjähriger Tätigkeit beim FC Basel entlassen wurde, hatte bereits in früheren Jahren mehrmals mit Bundesligisten verhandelt (u.a. Schalke, Wolfsburg und Hamburg), zu einem Engagement kam es aber nie. Als Spieler bestritt Gross 29 Bundesligaspiele für den VfL Bochum (1980 bis 1982).
Der in Höngg aufgewachsene Zürcher ist der erfolgreichste Schweizer Trainer. In 14 Saisons mit den Grasshoppers und Basel errang er sechs Meistertitel und fünf Cupsiege, zudem qualifizierte er sich mit den Zürchern (1995, 1996) und den Baslern (2002, 2008) insgesamt viermal für die Champions League. Einziger Misserfolg auf seiner Visitenkarte ist die frühzeitige Entlassung 1998 bei Tottenham Hotspur, obwohl Gross die Londoner (u.a. mit Jürgen Klinsmann und David Ginola) vor dem Abstieg bewahrt hatte.