Vor allem die Hotels rund um den Flughafen Zürich seien vollständig ausgebucht, sagte Frank Bumann, Direktor von Tourismus Zürich, am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. In teuren Hotels in der Stadt und in der Region Zürich hingegen seien noch freie Betten verfügbar.
Für hunderte von Flugpassagieren war der Flughafen Zürich am Freitagabend Endstation. Wer die Reise nicht mit Bahn, Bus, Mietauto oder anderem Vehikel fortsetzten konnte, konnte nichts anderes tun, als sich ein Hotelzimmer zu suchen oder die Nacht im Schlafsack im Flughafen zu verbringen.
Kostenfreie Stadtführungen
Wie viele zusätzliche Hotelbuchungen das Grounding gebracht hat, konnte Bumann am Samstag nicht sagen: «Wir haben keine verlässlichen Zahlen».
Reagiert auf das Flugverbot hat auch Zürich Tourismus. Um den unfreiwillig in Zürich Gestrandeten die Zeit zu verkürzen, werden Gratis-Stadtführungen angeboten. Das Angebot werde genutzt und geschätzt, sagte Bumann.
Ansturm auf Hotels in Zürich. /


Überrannt würden die Stadtführerinnen und Stadtführer aber nicht.
Ungewohnte Ruhe am Flughafen Zürich
Ungewohnt ruhig war es am Samstagmorgen auf dem Flughafen Zürich, wie Marc Rauch, Mediensprecher der Flughafenbetreiberin, sagte. Die Leute seien offenbar sehr gut über das vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ausgesprochene Flugverbot informiert und gar nicht erst nach Zürich angereist. Im Flughafengebäude hielten sich nur ganz wenige Flugpassagiere auf.
In Genf und Basel fiel die Lage in den Hotels nicht aus dem üblichen Rahmen. Christoph Bosshardt, Vizedirektor von Basel Tourismus, sagte auf Anfrage, es gebe keine Bettenknappheit. Die Buchungen und die Anfragen bei den Informationsstellen hätten sich aber im Vergleich zu einem normalen Wochenende verdoppelt.
Kein Profit in Genf
Genf verzeichnete keine erhöhte Zimmernachfrage, wie Flughafensprecher Bernard Stämpfli erklärte. Genf-Cointrin ist genauso wie der EuroAirport Basel-Mülhausen keine Drehscheibe im Flugverkehr.