Ziel sei die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung besser zu koordinieren, um den Verbrauch von Boden und die Kosten zu senken, teilten das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), die Konferenz der Kantonsregierungen (KdK), der Schweizerische Städteverband sowie der Schweizerische Gemeindeverband in einem gemeinsamen Communiqué mit.
Dazu soll die Entwicklung künftig konsequent auf bereits bebaute Gebiete gelenkt werden. Bei der Verdichtung der Städte und der Ortskerne sollen aber Pärke und Plätze als Freiräume erhalten bleiben, um die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen.
Noch unverbaute Landschaften sollen in der Planung als Räume für die Naherholung, die Artenvielfalt und eine multifunktionale Landwirtschaft ausgeschieden werden.
Raumkonzept: Zwölf überregionalen Räumen
Weil heute viele Menschen täglich zwischen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Einkaufen Gemeinde-, Kantons- oder gar Landesgrenzen überqueren, schlägt das Raumkonzept vor, in zwölf überregionalen Räumen zu planen und handeln.
Vier davon sind grossstädtisch geprägt. Es handelt sich um Zürich, Basel, den Genferseebogen und die Hauptstadtregion. Damit hatten die Bemühungen von Bern und den umliegenden Städten Erfolg, sich auf dem gleichen raumplanerischen Niveau zu positionieren wie die anderen drei Regionen. In Entwürfen waren ursprünglich nur drei sogenannte Metropolitanregionen um Zürich, Basel und im Bassin lémanique vorgesehen.
Siedlungserneuerung statt Einzonung
In der Schweiz, wo weniger als die Hälfte des Territoriums besiedelt werden könne, müssten auf 18'000 Quadratkilometern Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Landwirtschaft und Umweltanliegen unter einen Hut gebracht werden.
Zürich ist einer der vier Metripolitanregionen. /


Dies sei eine grosse Herausforderung.
Das gemeinsam von Vertretern von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden ausgearbeitete Raumkonzept definiert nun als Oberziel, bestehende Siedlungen zu verdichten.
Dazu soll die Siedlungserneuerung gegenüber der Ausscheidung neuer Baugebiete den Vorrang erhalten. Noch unverbaute Landschaften sollen in der Planung als Räume für die Naherholung, die Artenvielfalt und eine multifunktionale Landwirtschaft ausgeschieden werden.
Bei der Planung der Verkehrsinfrastruktur soll die optimale Auslastung bestehender Infrastrukturen künftig vor dem Bau neuer Verkehrswege Priorität haben. Die Raumplaner sollen zudem Rahmenbedingungen für mehr Energieeffizienz (etwa durch kurze Wege) schaffen.
Bislang beschränkter Erfolg
Die Raumplanung versuche seit Jahrzehnten die Zersiedelung zu bremsen. Mit beschränktem Erfolg. Deshalb gelte es nun, neue Wege zu gehen, um den Verbrauch von Boden einzudämmen.
Das Zauberwort des Raumkonzepts Schweiz heisst Koordination. Gemeinden und Kantone sollen bei der Raumplanung über den «Tellerrand» ihres Territorium hinaus denken und die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung besser aufeinander abstimmen.