Mit 116 zu 58 Stimmen sagte der Nationalrat Nein zur Initiative. Er könnte sich aber vorstellen, diese dem Volk mit einem indirekten Gegenvorschlag vorzulegen: Mit 95 zu 75 Stimmen stimmte er einem Antrag der BDP zu, der die vorberatende Kommission beauftragt, einen indirekten Gegenvorschlag auszuarbeiten.
Für einen indirekten Gegenvorschlag plädiert auch der Bundesrat. Der CO2-Ausstoss im Verkehr nehme zu, obwohl er gemäss dem geltenden Gesetz sinken sollte, sagte Umwelt- und Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Es bestehe also Handlungsbedarf.
CO2-Ausstoss senken
Die Offroader-Initiative will Autos verbieten, die übermässig viele Emissionen ausstossen oder Velofahrer und Fussgänger besonders gefährden. Konkret sollen Autos verboten werden, die mehr als 250 Gramm CO2 beziehungsweise 2,5 Milligramm Feinstaub pro Kilometer ausstossen oder über 2,2 Tonnen schwer sind.
Autos, die mehr als 250 Gramm CO2 ausstossen, sollen verboten werden. (Symbolbild) /


Nach dem Willen des Bundesrates sollen die Ziele schrittweise und ohne Verbote erreicht werden. Bis Ende 2015 sollen Autos durchnittlich noch 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen dürfen. Für Autos mit mehr Emissionen müssten die Importeure und damit die Autoverkäufer zahlen.
Lange Debatte
Der Nationalrat hat eigentlich bereits einen anderen Grenzwert festgelegt: Im Rahmen der Revision des CO2-Gesetzes sprach er sich für 150 Gramm pro Kilometer aus. Die BDP schlug nun aber vor, auf diesen Entscheid zurückzukommen.
Die Debatte hatte bereits am Mittwoch begonnen. Nicht weniger als 40 Nationalrätinnen und Nationalräte meldeten sich zu Wort. Für die Initiative machten sich in erster Linie die Grünen stark, die Offroader «Monster» nannten.