3000 von ihnen haben um eine Verfügung ersucht, wie SBB-Sprecher Reto Kormann am Mittwoch auf Anfrage zu einem vorab veröffentlichten Bericht der «Handelszeitung» sagte. Eine solche Verfügung kann dann gerichtlich angefochten werden.
Das neue Lohnsystem gilt für 26'000 Angestellte der SBB. Es war vor einem Jahr im Rahmen des neuen Gesamtarbeitsvertrags zwischen dem Bahnunternehmen und den Personalverbänden ausgehandelt worden. Kern der neuen Lohnstruktur ist, dass nicht mehr in erster Linie die Dauer der Betriebszugehörigkeit, sondern die individuelle Leistung den Lohn bestimmt.
Schlechter Stellenbeschrieb
Die SBB gewährt den Angestellten dabei eine Besitzstandsgarantie, Einbussen erleiden sie wegen des neuen Lohnsystems also nicht. Allerdings kann es sein, dass neue Angestellte in der gleichen Funktion weniger verdienen als bisherige SBB-Mitarbeitende.
Die Angestellten der SBB wehren sich. /


Diese verdienen zwar nicht weniger, können unter Umständen aber nicht mehr mit einer Lohnerhöhung rechnen.
Die meisten Beschwerden richten sich jedoch nicht gegen den Lohn, sondern gegen den Stellenbeschrieb, der nach Ansicht vieler Angestellter nicht mit den tatsächlichen Aufgaben übereinstimmt, wie Hanspeter Hofer von der Gewerkschaft transfair der Nachrichtenagentur sda sagte. Diese Personen hofften wohl auch darauf auf, dass bei einem korrekten Stellenbeschrieb eine höhere Lohnkategorie resultieren würde.
Unzufriedene gibt es laut Hofer in der ganzen Schweiz und in allen Einheiten der SBB. Dass die Personalverbände an den Interessen ihrer Mitglieder vorbei verhandelt hätten, glaubt er indes nicht. Vielmehr habe die SBB das neue Lohnsystem nicht gut kommuniziert. Auch hätten die Verbände die konkreten Auswirkungen des neuen Lohnsystems gar nicht kennen können.