Gesamtentwicklung
Im August 2024 setzte sich der Rückgang der Exporte im Vergleich zum Vormonat fort und fiel um 1,2 Prozent (real: -0,2 Prozent). Dieser leichte Abwärtstrend, der seit April 2024 beobachtet wird, bleibt somit auf hohem Niveau bestehen. Die Importe verringerten sich nur geringfügig um 0,1 Prozent (real: -0,8 Prozent), was die stagnierende Entwicklung der letzten Monate fortführt. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 3,8 Milliarden Franken.
Nachfrage aus den USA bricht ein
Der Rückgang der Exporte im August 2024 ist insbesondere auf einen signifikanten Rückgang bei chemisch-pharmazeutischen Produkten zurückzuführen, die um 279 Millionen Franken gesunken sind. In erster Linie waren Roh- und Grundstoffe sowie Medikamente und immunologische Produkte für diesen Rückgang verantwortlich. Darüber hinaus erlebten die Exporte von Metallen einen zweistelligen Rückgang von 11,1 Prozent, was den seit Juni 2024 festgestellten Abwärtstrend bestätigt.
Die Ausfuhren von Präzisionsinstrumenten sanken zum zweiten Mal in Folge und verringerten sich um 41 Millionen Franken. Zudem gingen die Exporte von Maschinen und Elektronik um 32 Millionen Franken zurück. Im Gegensatz dazu konnten die Uhrenexporte nach zwei rückläufigen Monaten eine erfreuliche Wende vollziehen und stiegen um 5,9 Prozent.
Geografisch war ausschliesslich Nordamerika, insbesondere die USA mit einem Minus von 618 Millionen Franken bzw. -13,2 Prozent im Pharmabereich, für den Rückgang verantwortlich. In den beiden anderen Hauptmärkten hingegen nahmen die Ausfuhren zu: In Europa gab es einen Anstieg um 218 Millionen Franken, wobei Spanien mit einem Zuwachs von 157 Millionen Franken (+30,4 Prozent) den stärksten Anstieg der letzten 15 Monate verzeichnete.
Im August 2024 setzte sich der Rückgang der Exporte im Vergleich zum Vormonat fort. /


Im Gegensatz dazu sanken die Exporte nach Deutschland um 161 Millionen Franken und jene nach Italien um 142 Millionen Franken, nachdem beide Märkte in den Vormonaten noch ein Wachstum zeigten.
Die Ausfuhren nach Asien konnten jedoch um 0,6 Prozent zulegen. Positive Impulse kamen hier insbesondere von den Exporten nach Hongkong (+63 Millionen Franken) und Taiwan (+27 Millionen Franken). Gleichzeitig gingen die
Verkäufe nach China mit einem Minus von 1,2 Prozent zum zweiten Mal in Folge zurück.
Chemie-Pharma mildert Rückgang der Gesamtimporte
Im August 2024 registrierte man bei den Importen einen Rückgang in 9 von 12 Warengruppen. Besonders betroffen war der Bereich der Energieträger, der um 94 Millionen Franken sank. Auch Präzisionsinstrumente und Maschinen sowie Elektronik verzeichneten Rückgänge von jeweils 64 Millionen Franken und 59 Millionen Franken. Dieser Rückgang wurde jedoch teilweise durch einen Anstieg der Einfuhren chemisch-pharmazeutischer Produkte um 231 Millionen Franken kompensiert. Besonders die Medikamente trugen mit einem Plus von 73 Millionen Franken erheblich zur Stabilisierung bei.
Von den drei bedeutenden Wirtschaftsräumen zeigte einzig Nordamerika einen Rückgang von 6,0 Prozent (minus 77 Millionen Franken). Nach drei Monaten des Rückgangs stiegen die Importe aus Europa um insgesamt 192 Millionen Franken. Hierbei waren insbesondere die Einfuhren aus Slowenien (Pharma) mit einer Steigerung von 308 Millionen Franken massgeblich. Auch die Bezüge aus Irland entwickelten sich positiv und stiegen um 85 Millionen Franken. In Asien verzeichneten die Importe aus Südkorea einen Anstieg von 24,4 Prozent (plus 29 Millionen Franken), während die Einfuhren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten um 38,9 Prozent (minus 19 Millionen Franken) zurückgingen.
Zusammenfassung und Fazit
Trotz der aktuellen Herausforderungen im Exportbereich gibt es auch positive Signale wie die Zunahme bei den chemisch-pharmazeutischen Produkten. Die Stabilität in Europa und das Wachstum aus Asien sind ermutigende Faktoren für die zukünftige Handelsentwicklung.